In der ersten Zeit von Fender, wurden die ersten Stratocaster Gitarren mit Nitro-Lacken lackiert. Das waren ja bekanntlich zwei Farben für die 2TS Lackierung. Die ersten Stratocaster wurden im Jahre 1954 mit Esche Bodys bestückt, ein Holz, welches sehr Poren haltig ist. So wurde viel experimentiert bei Fender um eine kostengünstige Methode zu finden um diese Poren zu füllen und das war gar nicht so einfach.
Bei den späteren Erlen Bodys, ab ca. 1957, konnte der Aufwändige Prozess des Porenfüllens eingestellt werden, da Erle nie solche grossen Poren hat. Auch hatte man noch kein Fullerplast, was später dann zum Porenfüllen bei Fender eingeführt wurde. Die Farben der Strats, ab ca. 1958, wurden nicht mehr mit einem Spritzverfahren aufgetragen, sondern man tauchte die Bodys in diese neuen Farben. Der Sunburst Effekt wurde dann nachträglich aufgespritzt. Das heisst, die erste Farbe, das Gelb, wurde getaucht und somit waren die Poren geschlossen und die folgenden Farben wurden danach aufgespritzt. Es wird aber auch davon geredet, dass bei einigen Modellen alle 3 Farben gespritzt wurden.
Ab ca. 1969 wurde von Fender das Material Fullerplast verwendet und man kann nachlesen, dass dieser neue Porenfüller, viele Probleme des Vorlackierens löste. Fullerplast liess sich satter auftragen, war sehr stabil und unempfindlich und es trocknete sehr schnell, was Produktionskosten sparte. Neben den Spritzverfahren wurden eben Tauchverfahren und Pinselauftragungen angewendet. Also die verschiedensten Techniken und die verschiedensten Lack-Lieferanten trugen dazu, dass es nicht einheitlich klar sein kann, was immer gemacht wurde. Das erklärt uns, warum bei den ersten Fender Gitarren nicht alle Sunburst genau gleich aussahen und warum die einen Gitarren verschieden ausgeblichen sind durch ihr Alter.
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