Während der JV Zeit wurden auch Gitarren mit Sonderfarben ausgeliefert. Es gab die sogenannten "Custom Order" Modelle, die dann einen Stempel in der Halstasche und am Halsende trugen, "Custom Order" oder einfach nur "Order".
Ein bekanntes Modell war auch die JV Paisley Telecaster, die der 1969er CBS Telecaster nachgebaut wurde. Sie trug die Modellbezeichnung TL69. Das Modell wird auch noch heute gebaut. Die von Fujigen gebauten Gitarren, werden sehr gesucht und sie sind äusserst selten.
Und dann waren noch die "Contemporary" JV Serien, die jedoch weit weniger gekauft wurden, aber alle auch sehr gute Instrumente waren. Diese kamen auf den Markt, um eine "Power-Stratocaster" und eine "Power-Telecaster" als Alternative anbieten zu können. Diese waren mit unterschiedlichen Pickup-Varianten bestückt, zum Beispiel mit zwei Humbucker. Man sah sich gezwungen, der Konkurenz entgegenzuwirken, die mit Floyd Rose Strats den Markt eroberten. Aus diesem Grund hatte man sie mit Tremolo von Schaller versehen.
Bei den JV Bässen gilt in etwa das Gleiche. Auch hier unterscheiden sich die instrumente in den Stimmmechaniken, den Brücken und Pickups und der Verkabelung und auch hier gab es Squier und Fender Logo Bässe.
Die CST-Modelle, mit den Fender CBS 70er Spezifikationen, folgten einem ähnlichen Muster und wurde ab 1983 in die Produktion aufgenommen. Diese Gitarren sind heute seltener zu sehen, waren aber zu der CBS Zeit den Amerikanern gegenüber überlegen. Die Verarbeitung war präziser und die Gitarren hatten die bessere Lackierung. Auch die Hälse waren sehr sauber und sorgfältig ausgearbeitet worden. Die CST Serie beinhaltete das ganze CBS Sortiment von Fender. Es gab Stratocaster und Telecaster Modelle, auch die Custom Telecaster wurde gebaut.
Identisch zu den 3 Punkt verschraubten Gitarren, der USA CBS Serie, waren auch die Hälse mit nur 3 Schrauben am Body befestigt. Die Seriennummern sind wie bei den ST Vintage Gitarren auf der Halsplatte angebracht und beginnen ebenfalls mit den Initialien JV, gefolgt von 5 Zahlen. Danach folgte die SQ und A Serie, bei diesen Gitarren war die Seriennummer ebenfalls noch in die Halsplatte eingraviert, beginnend mit SQ gefolgt von 5 Zahlen oder beginnend mit A gefolgt von 6 Zahlen.
Nach der Letzten Fujigen JV, SQ und A Serie wurden die Seriennummer am Hals in der Nähe des Hals - Bodyüberganges angebracht und auch auf den Kopfplatten und zwar als Abziehbild welche überlackiert wurden. Die erste Serie von diesen Gitarren begannen mit dem Buchstaben E gefolgt von 6 Zahlen, es war das gleiche System, wie es dazumal bei den Fender USA Gitarren war, nämlich die E für "eighties", also für die 80er Jahre. Im Gegensatz zu den USA Gitarren, hatte die Zahl jedoch keine Aussage. Bei denen war die zweite Zahl für das Herstellerjahr kennzeichnend. Zum Beispiel wäre dann 84.... eine Gitarre die 1984 hergestellt wurde. Die Japaner folgten nach der E-Serie einem anderen Muster, welches man unter Serienummer System der Fender und Squier Gitarren nachlesen kann.
Die Anfangsbuchstaben wurden nach der JV, SQ und A-Serie Zeit, bei den Made in Japan Gitarren, während der "Fujigen Fender Japan Zeit", die von 1982 bis 1997 dauerte, von E bis W "hoch" buchstabiert und jeder Buchstabe galt für eine Zeit. Es waren E A B C F G H I J K L M N O P Q S T U V und W. Siehe unter Seriennummern-Serials Fender Squier Japan.
Ich besitze neben JV Gitarren auch solche Instrumente und finde, dass bei diesen Gitarren einfach alles passt. Guter Ton, gute Bespielbarkeit und eine sehr gute Verarbeitung.
Fender Japan wurde im März 1982 zwischen Fender USA und Yamano Music Instruments (Fender und Gibson USA Distributor dieser Zeit) und Kanda Shokai (Greco Distributor) gegründet, die ihre Gitarren in der Fujigengakki Fabrik bauen liessen. Das Ziel war es, eine Fender Made in Japan (MIJ) Gitarre zu bauen. Im Jahre 1976-1980 bauten einige japanische Gitarrenwerkstätten, Nachbauten derFender pre CBS Gitarren zum Teil in sehr hoher Qualität und in vorbildlicher Perfektion nach.
Speziell der Kanda Shokai Distributor, welche Greco Gitarren bei Fujigen bauen liess, erreichte den höchsten Marktanteil. Dies war der Vorgänger der besten Japan Stratocaster Reblika. Erst danach folgten die ersten Japan Fender JV und die Squier JV Stratocaster und Telecaster Serien. Alle waren hervorragend und es war zu der damaligen Zeit eine Sensation. Seit ich eine solche in die Hände bekam, begann ich Fender und Squier Japan Gitarren zu sammeln.
Fujigen investierte in CNC-Maschinen und produzierte dadurch die genaue Holz Körperform der Stratocaster und der Telecaster von Leo Fender, ohne Qualitätsunterschiede. Die Gitarren von Fujigen, die Greco, wurden mit dem GRECO Brand als Superserie auf den Markt gebracht und waren identisch mit den Fender JV Gitarren. Auf der anderen Seite, es waren noch Tokai und Fernandes, die in der gleichen Zeit hochwertige Gitarren produzierten, passierend auf den pre CBS Stratocasters, erreichten auch diese eine sehr hohe Qualität.
Durch diese neuen Technologien, mit der die Gitarren hergestellt wurden, erreichte man sehr hohe Genauigkeit ohne Abweichungen von der original Leo Fender Gitarre. Sie wurden sogar hochwertiger als das Original bewertet und übertrafen die damaligen CBS Strats bei weitem. Die CBS USA Serien von Fender waren zu dieser Zeit infolge Sparmassnahmen, nicht mehr gesucht. Es lag nahe, dass Fender USA, Fender Japan gründen musste, um günstiger die "Originale" produzieren zu können und als eine Lösung um ihre Marke und den Markt zurück zuerobern und vorallem zu sichern. Fender USA hatte eine sehr schlechte Zeit in den 80er Jahren und vielleicht kam es aus diesem Grund zum Deal mit Fujigen.
Fender Japan Gitarren sollten ursprünglich von Tokai gebaut werden ab 1981/1982, aber in letzter Minute wählte Fender USA die genannte Fabrik, nämlich Fujigengakki, um die Gitarren zu produzieren. Es war der revolutionärste Vetrag, den es jemals in der Geschichte des automatisierten Gitarrenbaus gab und wahrscheinlich rettete er Fender CBS, oder es war die Brücke, dass es weitergehen konnte mit CBS. Auch wird erzählt, dass noch viele Bauteile, die in den USA hergestellt wurden vorrätig waren und diese in den ersten Japan Stratocasters zum Einsatz kamen. Man denke an die "grey- und red Bobin" Tonabnehmer und an die USA Bridges. CBS war in dieser Zeit nicht in der Lage Gitarren zu produzieren, da ein struktureller Änderungsprozess im Gang war.
Die von Fujigen gebauten Instrumente der JV, SQ und A Serien, aber auch E-Serien und Spätere, gelten als sehr gut. Hat man eine Fender Japan gespielt, verschwindet jedes Vorurteil, welches besonders in der Schweiz, in den 80er Jahren verbreitet war. Nicht einmal unser damaliger Fender Importeur wollte sich überzeugen.
Die Folgejahre
Tokai übernahm die Produktion von Fender Japan unter Dyna Gakki im Jahre 1996/1997 und man produzierte eben bei Tokai. Und aus war es mit "Made in Japan" bei Fujigen und der hervoragenden Qualität. Niemand sprach mehr davon oder nur solche Fan' s, die das kennen oder Gitarristen, die selbst solche Gitarren spielen. Also der Distributor Kanda Shokai verlagerte die Produktion von Fujigen zu Tokai.
Dies erklärt es auch, warum dann Fender USA wieder Marktanteile zurückeroberte und es war natürlich ein gemachtes Spiel. Die Japaner wurden nicht mehr exportiert. Diese Fender Japan Gitarren waren einfach zu gut und vorallem viel zu günstig. Klar doch, ob man eine hervorragende Gitarre mit besten Materialien für 1000 Dollar bekommen kann, die in Japan hochpräzise hergestellt wird, oder ob man für eine mittelmässige in den USA gebaute Stratocaster 2500 Dollar bekommen kann, ist nun mal der wichtigste Unterschied.
Auch in Mexiko wird mit grosser Sicherheit günstiger produziert, leider zu billig. So ist es von blossem Auge zu erkennen, dass zum Beispiel die Ahorngriffbretter NACH DEM BUNDIEREN einfach überlackiert werden, was natürlich bei den Japan-Gitarren nie der Fall war, denn bei denen wurde der Hals lackiert und dann die Bünde eingearbeitet, was natürlich sehr viel aufwändiger war. Gerade in der Lackierung ist es von blossem Auge zu erkennen, wieviel besser diese Japaner waren. Dies sei einfach als Beispiel am Rande erwähnt, natürlich könnte ich da noch vieles erwähnen, dazu mehr an anderer Stelle.
Der Gitarrist distanzierte sich von den Topinstrumenten aus Japan, weil man ihm zu verstehen gab: "um so teurer, um so besser" und weil man Gitarristen der gehobenen Elite verpflichten konnte, Werbung zu machen und die Kopfplatten mit ihren Namen zu unterschreiben. Die Idee "Signature Serie" war geboren und es folgten weitere Werbebezeichnungen wie "Custom Shop", "Limited Edition", "Tribute" und was weiss ich noch alles, um einen teuren Preis zu rechtfertigen...
Der Fender Japan Vertrag enthielt die klare Vorschrift, dass die Japaner mit dem Schriftzug "Made in Japan" versehen sein mussten. Viel später dann, nämlich ca. 1996/1997 wurde dieser nach "Crafted in Japan" geändert. Wenn eine Veränderung von Fender verlangt wurde, musste der Hersteller Fujigen und später Tokai natürlich spuren. Die erste Stratocaster CIJ ( crafted in japan) wurde jedoch schon, parallel zu den MIJ (Made in Japan) Gitarren, im Jahre 1992 ausgeliefert. Mittlerweile wird das Label "Made in Japan" teilweise wieder verwendet.
Neben Fujigen übernahm Tokai einen Teil der Produktion der japanischen Modelle ab 1992. Auch die CIJ "Crafted in Japan" Fender, wurde ebenfalls immer in hervoragender Qualität, mit sehr guten Materialien bestückt ausgeliefert und überzeugen noch heute, wenn man eine in die Hände bekommen kann. Sie werden mit gleicher Genauigkeit und Qualität gebaut, wie die MIJ (Made in Japan) Gitarren, jedoch waren die ersten Squier und Fender Serien besser, ich jedoch finde, dass alles was von Fujigen gebaut wurde, einfach hervoragend war. So erwähne ich als Beispiel die 1993er Fender Serien, die ST62 Made in Japan, gebaut von Fujigen als die besten Stratocaster die ich habe oder die zumindest nahe an der JV ist, die ich auch mein Eigen nenne.
Die Fender Squier wurden ab 1982 (MIJ) auf den Markt gebracht, um synchron mit der japanischen Fender eine günstige Einsteiger-Gitarre im Exportmarkt anbieten zu können. Niemand wusste, was dann als Folge davon alles noch kommen würde, nicht mal die Fender-Verantwortlichen haben es gewusst, Fujigen war nämlich in der Lage, die Stratocaster und aber auch die Telecaster von Leo Fender, perfekt nachzubauen und bis in das Detail genau, zu kopieren. Sie wurden hervorragend.
Wie bereits erwähnt, wird "Made in Japan" auf einigen aktuellen Modellen bei Fender Japan Gitarren heute wieder verwendet (seit 2007), anstelle von CIJ "Crafted in Japan)". Meistens exklusive Modelle nach Künstlern benannt, sogenannte Signatur-Serien oder die teureren Serien, die mit USA Pickups bestückt sind und die mit besseren Materialien gebaut werden.
Die Fender JV und die Squier JV Seriennummern, hatten die Initialien JV, mit einer fünfstelligen Nummernfolge in der Halsplatte eingaviert. Hier findest Du eine detaillierte Auflistung, zu den Modellen und derer Ausführungen, von den Fender JV und den Squier JV Serien. Die Bezeichnung ST, stand für die Stratocaster und TL war die Abkürzung, für die Telecaster. Bei den Squier Gitarren, stellte man den Buchstaben S davor. Also SST für die Stratocaster und STL für die Telecaster. Diese Spezifikationen betreffen nur die Vintage Modelle.
Klicke auf die Überschrift des Modelles, um die Details zu lesen...
Squier JV Vintage Telecaster Stratocaster Export - First run
Im gleichen Zeitraum in der auch die Fender Logo Gitarren für den Inlandmarkt gebaut wurden, wollte man auch eine Export Gitarre haben. Sie wurde unter dem Namen Squier by Fender ausgeliefert. Diese ersten Squier Label Gitarren, hatten keine Modellbezeichnung und wurden einfach als Japan Vintage JV vermarktet. Die ersten Modelle hatten während zwei Monaten das Fender Logo gross geschrieben mit dem zusätzlichen "Squier Serie" Logo an der Stelle, an der das "ORIGINAL Contour Body" angebracht war. Dies war der sogenannte "first run" oder eben, die "erste Ausgabe", die während nur zwei Monaten produziert wurde.Es gab eine 52er Telecaster, eine 57er und eine 62er Vintage Stratocaster und sie gelten heute als die besten JV Squier Gitarren. Wie die Fender Label Gitarren für den Inlandmarkt, so waren auch die Squier Gitarren, die für den Exportmarkt bestimmt waren, exakte Nachbauten der pre CBS Gitarren. Bei den Stratocaster Gitarren wurden USA PickUp'' s mit Alnico Magneten eingebaut und die Body' s wurden aus Erle oder Linde gefertigt. Die Telecaster war aus Sen, ein ähnliches Holz wie Esche, gebaut worden. Bei diesen Gitarren wurde ein dünner Polyester Lack verwendet.
Bei den Bässen gab es drei Modelle, einen 57er und einen 62er P-Bass (Precision-Bass) und ein 62er J-Bass (Jazzbass), welche aus Sen, Erle oder Lindenholz gebaut waren. Bei diesen Squier Logo Instrumenten wurden japanische Elektrik, Hardware und Kunststoffe verwendet und der Tremolo Block hatte die Zinklegierung. Die Telecaster und die E-Bässe hatten japanische Pickups. Es wurde der 3 Wege DM-30 Schalter eingebaut. In der Halstasche waren diese Gitarren und Bässe, im Gegensatz zu den Nachfolgemodellen, nicht gestempelt. Die Pickups hatten "Gummischlauchabschnitte" für die Pickup Höhenverstellung.
Diese Serie wurde nur während zwei Monaten produziert und es war eben die sogenannte "first run" Serie, die mittlerweile sehr selten ist und darum teuer gehandelt wird.
Fender JV ST57-115 ST62-115 TL52-95 Domestic
Die ST-115 Stratocaster und die TL-95 Telecaster waren die teuersten inländischen (Domestic) JV Japan Fender. Sie wurden von 1982 bis 1984 gebaut. Sie wurden parallel zu den Export Squier hergestellt. Es waren drei Modelle, eine 1957er Stratocaster, eine 1962er Stratocaster und eine 1952er Telecaster, die nach pre CBS Fender Vorlagen präzise nachgebaut wurden. Die beiden Stratocaster hatten Erlen Body' s und die Telecaster hatte einen Esche Body.
Es wurden amerikanische Pickups mit Alnico Magneten und USA Elektrik sowie Hardware und Kunststoffteile aus der USA verbaut. Bei der Stratocaster wurde der Stahl-Tremolo Block eingebaut und die 62er Stratocaster hatte eine Erdungsabschirmung in der vollen Grösse des Pickguard''s.
Wie es bei den pre CBS Fender Gitarren üblich war, hatten auch diese einen CRL 3-Wege-Schalter. Ebenfalls wie die pre CBS Fender Gitarren, wurden auch diese mit nitrocellulose Finish lackiert. Sie wurden mit einem "A" im Hals Korpus-Übergang gestempelt. Die TL-95 hatte eine vierstellige Zahl nach den JV - Initialen in der Brücke eingraviert. Diese Telecaster war die Einzige, die nur 4 Zahlen in der Serienummer hatte. Die späteren JV Serien, hatten die Initialien JV gefolgt von 5 Zahlen, ebenfalls in der Brücke eingraviert.
Fender JV ST57-85 ST62-85 Domestic
Die ST57-85 und die ST62-85 JV Stratocaster waren für den Inlandmarkt (Domestic) bestimmt. Es gab diese ebenfalls als 57er und 62er Stratocaster. Genau gleich wie die 115er, hatte die 85er USA Alnico Pickups. Die 57er, mit einteiligem Ahorn Hals und die 62er, mit einem Ahorn Hals und einem aufgeleimten Rosewood Griffbrett, hatten im Unterschied zu der 115er Fender, japanische Elektrikteile und Hardware, sowie Plastikteile. Sie waren ebenfalls mit einem Stahltremoloblock versehen.
Beide Sratocaster wurden mit Erlen Body'' s gebaut und hatten ein Nitrocellulose Finish und wie bei den pre CBS Gitarren üblich, hatten auch diese, einen 3-Wege-Schalter.
Im Unterschied zu der 115er Stratocaster waren die 85er mit einem B gestempelt in der Hals-Body Befestigung, sprich in der Halstasche.
Fender JV ST57-65 ST62-65 TL52-65 Domestic
Die JV Fender ST57-65 und die ST62-65 waren die Stratocaster und die TL52-65 war eine Telecaster. Die 65er Fender JV Serie, war die günstigste Fender Vintage Serie, die Fujigen baute. Gebaut wurden diese zwischen April 1982 bis Mitte 1984. Sie wurden parallel, wie die 115er und die 85er Serie, zu den Export Squier Gitarren produziert. Das 65er Modell gab es als 1957er und 1962er Stratocaster und für die Telecaster wurde eine 1952er pre CBS als Vorbild genommen.
Wie die 115er und die 85er Serien, waren auch diese dem Vorbild von Fender pre CBS Gitarren exakt nachgebaut worden, mit dem Unterschied, dass die 65er Modelle kein nitrocellulose Finish hatten, sondern ein sehr dünnes Polyester Finish. Für die Body'' s der Stratocaster, wurde ebenfalls Erle genommen und die Telecaster wurde mit einem Esche Korpus ausgeliefert.
Das Decal wurde ab 1983 ein wenig geändert und hatte danach einen Schriftzug wie die pre CBS Modelle, welcher eine dünnere, schwarze Umrandung hatte. Auch wurde ab 1983 die Bezeichnung "Made in Japan" von der Kopfplatte auf die Rückseite des Halses, in der Nähe des Body verschoben.
Wie bei allen Fender JV Inlandmodellen (Domestic) wurden auch diese Stratocaster mit USA Pickups bestückt. Die Telecaster hatte Vintage Pickups aus Japan eingebaut. Bei den beiden 65er Stratocaster Gitarren, wurden im Unterschied zu dem Stahl Tremoloblock, der bei der 115er und der 85er Stratocaster Gitarren verbaut wurde, einen Zinktremoloblock verbaut. Es wurde ein DM30 3 Wege Switch eingebaut. Die Gitarren waren mit einem C gestempelt in der Halstasche.
Squier JV SST-50 SST-55 Stratocaster STL-50 Telecaster
Es gab eine 1957er und eine 1962er Style Stratocaster und eine 1952er Style Telecaster. Bei den Bässen, einen 57er und einen 62er P-Bass (Precision-Bass) und einen 62er J-Bass (Jazzbass). Die inländischen "Squier" Bässe haben keine Vintage pre CBS Style Tuners und auch keine gravierten "Fender" Brückenteile. Auch hatten die Pickups keine stoffummantelten Kabel (cloth-wired USA PU) im Gegensatz zu den Export Squier Gitarren, welche mit einem C gestempelt wurden. Diese hatten eben cloth-wired USA Pickups. Die Stratocaster war hauptsächlich aus Erle und einige waren aus Lindenholz. Die Telecaster hatte einen Senholz Körper, ein Holz, welches sehr ähnlich ist wie Esche.
Die Domestic, D Stempel in der Halstasche, Instrumente waren mit japanischen, nicht stoffummantelten SQ-5 Alnico PickUp' s und mit japanischer Hardware und Kunststoffteilen versehen. Die Stratocaster hatten einen Zinktremoloblock und auch die Telecaster und die E-Bässe hatten ebenfalls Japan-Pickups. Der 3 Wege Schalter, der DM-30, wurde im Jahre 1982 verbaut und ab Anfang 1983, wurde dann auf den 5 fach, den DM-50, gewechselt.
Bei den Domestic kamen Federn für die Pickup-Höhenverstellung zum Einsatz, bei den C, also den Export Gitarren, waren es Gummischläuche. Es gab auch ein Modell, dass eine leicht kürzere Mensur hatte, so wie die Gibson Gitarren und diese hatte die Modellbezeichnung SST-314. Die Modelle ST-55 hatten einen Metallic-Lack. Bei allen diesen inländischen Gitarren und Bässen wurde auf der Rückseite der Kopfplatte ein kleiner, runder, blauer Kleber angebracht. Dieser gab Auskunft über die Qualitäts-Klasse und den Preis. Zum Beispiel eine 50 oder 55 bedeutete 50.000 Yen bzw. 55.000 Yen. Diese Aufkleber sind manchmal heute noch auf diesen Instrumenten vorhanden, natürlich fehlen sie in den meisten Fällen.
Squier SST-45 Squier Stratocaster Domestic
Auch die Modelle SST-45 mit Squier Logo, wurden in der gleichen Zeit gebaut und waren wie die Letztgenannten, ebenfalls für den inländischen (Domestic) Markt bestimmt. Sie wurden ebenfalls parallel zu der Export Squier hergestellt. Es gab eine 1957er und eine 1962er Stratocaster und eine 1952er Style Telecaster. Bei den Bässen wurde ein 57er und ein 62er P-Bass (Precision-Bass) und einen 62er J-Bass (Jazzbass) angeboten.
Die inländischen Squier Bässe hatten keine Vintage pre CBS Style Tuners und auch keine gravierten "Fender" Brückenteile. Auch hatten die Pickups keine stoffummantelte Kabel (cloth-wired), also waren sie diesbezüglich identisch mit den SST-50, SST-55 und mit den STL- Gitarren. Die Stratocaster war hauptsächlich aus Erle und einige waren aus Lindenholz. Die Telecaster hatte einen Sen Body. Bei diesen Instrumenten kamen japanische, nicht stoffummantelte SQ-4 Alnico Pickup mit japanischer Elektrik, Hardware und Kunststoffteilen zum Einsatz.
Auch diese Stratocaster hatte einen Zinktremoloblock und auch die Telecaster und die E-Bässe hatten japanische Pickups eingebaut. Der 3 Wege-Schalter DM-30, der im Jahre 1982 eingebaut war, wurde im Jahre 1983 mit einem 5 fach DM-50 ersetzt.
Die Instrumente waren in der Halstaschen ebenfalls mit einem roten "D" Stempel, für Domestic, versehen. Für die Pickup-Höhenverstellung, kamen Federn zum Einsatz. Auch diese Gitarren und Bässe wurden mit einem kleinen, runden blauen Aufkleber auf der hinteren Seite der Kopfplatte, jeder neuen inländischen JV Gitarre versehen. Dieser gab Auskunft über die Qualitäts-Klasse und den Preis. 45 oder 55 bedeutete 45.000 Yen bzw. 55.000 Yen. Es gab verschiedene Farben.
Squier SST-30 Squier Stratocaster
Die SST-30 Squier Stratocaster, für den Inlandmarkt, war die günstigste Gitarre, gebaut ab 1983 bis 1984. Es gab eine 57er und eine 62er Stratocaster und neu auch die 70''s Style CBS Versionen, welche mit den Buchstaben CST bezeichnet waren. Alle diese Stratocaster hatten Erlen- und Lindenholz Body'' s. Es kamen japanische, nicht stoffummantelte SQ-3 Keramik Pickups, also Stabmagneten in der Spule zum Einsatz. Es wurden japanische Elektrik, Hardware und Kunststoffteile verbaut.
Die Stratocaster hatten den zinklegierten Tremoloblock. Diese Instrumente hatten "Low - Budget Tuner", also günstigere Stimmmechaniken, ohne das spezielle "Loch" für die "schnelle" Saitenbefestigung, wie man das von den Kluson Style Mechaniken her kennt. Der DM-50, 5 fach Schalter, war Standard. Die Gitarren und Bässe wurden alle mit einer dünnen Polyesterlackierung versehen. Die Gitarren waren in der Regel mit "ST-30" abgestempelt, oder sie waren unmarkiert in den Halstaschen.
Auch bei diesen konnte man die Pickups mit Federn in der Höhe verstellen. Eine kleiner, runder, blauer Aufkleber, war auch bei diesen Gitarren auf der Rückseite, bei den inländischen JV Gitarren, befestigt und gab Auskunft über die Qualitäts-Klasse und den Preis, in diesem Fall 36, was 36.000 Yen bedeutete.
Weitere Informationen und Spezifikationen von JV Fender und JV Squier Gitarren ab 1983, habe ich auf Custom Order und CST JV und SQ zusammengetragen. Viele Informationen kann man auch in den damals erhältlichen Twang Katalogen nachlesen. Ende 1983 war die Modellpalette beinahe vollständig, das heisst, es waren die CBS und die pre CBS Modelle im Handel.
Viele Fender JV und auch Squier JV Gitarren sind in der Halstasche mit Stempeln versehen. Es ist nicht mehr 100% nachzuvollziehen, was diese immer bedeuteten. Nach meinen Recherchen, gabe es 5 Stempel mit den Buchstaben A, B, C, D und EX in roter Farbe.
Ich habe festgestellt, dass diese Stempel bei den Fender und Squier Gitarren unterschiedlich angewendet wurden. Wie bereits erwähnt, scheint es so gewesen zu sein, dass das Fujigen Werk 5 Stempel als Standart hatte, um verschiedene Spezifikationen zu kennzeichnen.
Bei den Fender Gitarren, war das der Buchstabe A für die 115er Serien, ein B für die 85er Serien und ein C für die 65er Serien. Der D und EX Stempel, kam bei den Fender Label Gitarren, nach meiner Erkenntnis nicht zum Einsatz.
Bei den Squier JV Gitarren wurde der C, D und der EX Stempel verwendet. Die Buchstaben Dwaren für die Domestic Squier JV Modelle und das C und EX, wurde für die Export Serien verwendet. Die Export Serien hatten Fullerton USA Pickup eingebaut.
Die Fender JV und die Squier JV Japan Gitarren waren, punkto Verarbeitungsqualität und Ton, hervorragend. Die Materialien der Japaner waren die Hochwertigsten überhaupt in dieser Zeit und auffallend gut, war die Lackierung. Die Hälse wurden äusserst präzise verarbeitet und lassen sich daher überdurchschnittlich gut bespielen.
Am 7. Mai 1982 begann die Produktion mit folgenden JV Fender Japan Vintage Gitarren - Modelle bei Fujigen:
- JV 1962 Stratocaster mit Rosewood Griffbrett und in 3 tone Sunburst.
- JV 1957 Stratocaster mit Ahorn Hals und in 2 tone Sunburst.
- JV 1952 Telecaster mit Ahorn Hals und in butterscotch blonde.
- JV 1962 Precision Bass mit Rosewood Griffbrett und in 3 tone Sunburst.
- JV 1957 style Precision Bass mit Ahorn Hals und in 2 tone Sunburst.
- JV 1962 style Jazz Bass mit Rosewood Griffbrett und im 3 tone Sunburst.
1982: Squier war zu beginn nur für den Exportmarkt bestimmt (Export). Die Fender Logo Gitarren erschienen nur auf dem Inlandsmarkt (Domestic). Später wurden auch Squier im Inland verkauft und Fender Logo Gitarren exportiert.
1985: CBS verkauft Fender seinen gegenwärtigen Eigentümern. Während dieser Zeit wartete man auf eine neue Fabrik in der USA und liess die Produktion in Japan auf hochtouren laufen. Fender Japan verbaute Komponenten aus dem USA Lager. Man sprach davon, dass Fender Japan, die besten Gitarren baute nach der pre CBS Zeit.
Das Konzept der Seriennummer "JV" und "SQ" wurde ab Ende 1984 geändert und zwar auf einen Buchstaben mit 6 Zahlen. Die A-Serie, war die letzte Serie, welche die Seriennummer auf der Halsplatte angebracht hatte. Zuvor war jedoch das E für "eighties", wie bei den USA Fender Gitarren. Im Gegensatz zu der JV, SQ und A Serie, die die "Serial" noch in die Halsplatte eingraviert hatten, verwendete man bei der E und nach der A Serie, Aufkleber, die am Hals, in der Nähe des Hals- Korpusüberganges und noch auch auf den Kopfplatten (letztere nur bei der Standard Fender), angebracht wurden. Nach der E-Serie gab es kein Konzept mehr und man verwendete das Alphabet von A bis V, mit 6 Zahlen für die Seriennummern. Siehe Serials Fender Squier Japan. Das gilt für die Fujigen Zeit.
1992: Die ersten "Handarbeit in Japan - Crafted in Japan" (CIJ) Modelle erscheinen, aufgrund der Zusammenarbeit mit Dyna Gakki und Fujigen parallel zu den "Made in Japan" (MIJ) Gitarren. Man kann diese Phase als die "Übergangszeit" ansehen.
1996 - 1997: "Handarbeit in Japan - Crafted in Japan" (CIJ) wird definitiv anstelle von "Made in Japan" (MIJ) verwendet.
Tokai und Dyna Gakki übernahm die Fertigung von Fender Gitarren durch einen Vertrag mit Fujigen Gakki. Fujigen stieg aus der Fender und Squier Produktion aus.
2007 bis heute: Es werden wieder Gitarren produziert, mit dem Schriftzug "Made in Japan" neben den "Crafted in Japan" Serien. Auch die neuen Fender Made in Japan Gitarren überzeugen durch eine hervorragende Verarbeitung und Qualität.
Wie die Fender und Squier JV Serien im ersten Jahr, die Made in Japan Vintage Modelle bezeichnet waren, ist nicht schwer zu verstehen, viele gab es nicht. Einen ersten Einblick in die Squier JV Era möchte ich erklären. Natürlich gilt das Selbe für die Fender JV "Squier Label" Gitarre, auch über diese wird hier gesprochen.
Die JV Squier und die JV Fender-Gitarren wurden zu beginn als JV bezeichnet, JV stand für Japan Vintage. Es haben alle diese Instrumente in der Seriennummer, die Initialen JV gefolgt von fünf Zahlen auf der Halsplatte eingraviert. Eine Ausnahme war die erste Telecaster, diese hatte neben den JV Initialien nur vier Zahlen auf der Bridge eingraviert, 4 Zahlen, wie beim pre CBS Original. Die Modellbezeichnungen geben Auskunft über verschiedenen Qualitäten und Spezifikation.
Die ersten Export JV Squier und JV Fender waren Squier Logo Modelle und es wurden die Modelle, 52er Vintage Telecaster, eine 57er und eine 62er Vintage Stratocaster, vertrieben. Am Anfang wurden die Squier SST Modelle für den heimischen Markt gebaut, das waren die Domestic Modelle, die ein D Stempel auf dem Body unter dem Hals hatten. Squier Gitarren wurden auch exportiert, diese waren mit einem C in der Halstasche gestempelt, es waren die Export-Serien.
Die ersten Squier JV hatten den Firmenschriftzug "Fender" gross geschrieben, wie bei der pre CBS Stratocaster und an der Stelle, an der das "original Contour Body" Logo aufgeklebt war, wurde der Aufkleber "Squier Serie" angebracht (siehe Kopfplatten der Squier und Fender MIJ Gitarren). Das waren die ersten Squier JV Fender Gitarren. Diese sind sehr selten, da sie nur während einer sehr kurzen Zeit produziert wurden, man spricht von 2 bis 3 Monaten.
Da damals die "Original Pre CBS" Leo Fender Gitarren gesucht waren in Europa und der USA, wurden die Export Squier Fender mit Fullerton USA Pickups bestückt, denn Fender erhoffte damit, dass ein grösserer Absatz erreicht werden könnte, da diese Gitarren, den pre CBS Fender Gitarren näher kamen.
In den europäischen Ländern waren die Fender und Squier JV Gitarren dennoch, in Folge von Vorurteilen, nicht gerne gesehen. Es wusste kaum jemand, wie und was für Fender Gitarren von Fujigen gebaut wurden. Man bedenke, dass die Japaner schon in dieser Zeit solche Gitarren, wie die von Tokai (Tokai Gakki Co Ltd) oder Fernandes (Fernandes Guitars) oder die Greco (Fujigengakki) Werke für Gitarren bauten. Exakte Kopien der pre CBS Fender Gitarren waren noch vor Fender Japan dabei und wir wussten kaum etwas davon. Es gab Gitarren, die sehr nahe an der Leo Fender original Gitarre waren. Dazu an anderer Stelle mehr. Diese Strats und Teles, wurden in grosser Stückzahl und zu einem guten Preis gefertigt, in einer Qualität, die auch uns überzeugte hätte.
Zurück zu den JVs. Negative Aussagen über diese Fender und Squier JV Gitarren, werden häufig von Menschen gemacht, die kein wirkliches Wissen über den Gitarrenbau haben. Sie haben aus lauter Vorurteilen die Japan Fender und Squier Gitarren schlecht geredet, obwohl die meisten von ihnen, noch nie eine dieser Instrumente in den Händen hatte. Es gibt wenige Gitarristen, die wissen, was Fender dazumal von Fujigen produzieren liess. Fakt heute aber ist, dass diese Gitarren immer mehr gesucht werden und im Wert stetig steigen. Sie sind immer schwieriger zu bekommen ich denke, dass das alleine schon genug aussagt und alles erklärt
Unterschieden wird zwischen den JV Fender und den JV Squier Gitarren, welche beide von Fujigen in Japan, zwischen 1982 und 1984, gebaut wurden. Es gab die "Fender Label" Gitarre in unterschiedlicher Qualität für den Domestic Markt. Die "Squier Label" Gitarren waren für den "Export" und den "Domestic" Gitarrenmarkt bestimmt.
Die Bezeichnungen der Fender JV Domestic Serien
- Die Fender JV ST57-115, ST62-115 und TL52-95, oft roter A Stempel in der Halstasche
- Die Fender JV ST57-85, ST62-85 oft roter B Stempel in der Halstasche
- Die Fender JV ST57-65, ST62-65 und TL52-65 oft roter C Stempel in der Halstasche
Die Bezeichnungen der Squier JV Serie
- Die Squier 52er Telecaster, die 57er und die 62er Vintage Stratocaster waren die ersten JV Squier Export unter Vintage vermarktet
- Die Squier SST-50, SST-55, STL-50 und STL auch CST Modelle - Domestic (D)
- Die Squier SST-45, STL-45 und STL und auch CST Modelle - Domestic (D) und Export (C)
- Die Squier SST-30 und auch CST Modelle - Domestic (D) und Export (C)
- Die Squier SST314-50 SST-55 mit einer etwas kürrzeren Mensur ohne Stempel
Die Unterschiede sind gering, so wurde das ST57-115, ST62-115 und das TL52-95, sowie das ST57-85 und das ST62-85 Fender Modell, mit Nitro Lackierung versehen und die Stratocaster hatte ein Stahlblocktremolo. Das ST57-65, ST62-65 und das TL52-65 Fender Modell, hatte eine Polyester-Lackierung und die Stratocaster hatte ein Zinkblocktremolo. Alle diese "ersten" Gitarren wurden mit USA Fullerton Pickups ausgeliefert. Die Telecaster hatte wenig später auch japanische Vintage Tonabnehmer.
Neben den Fender JV, waren auch die Squier JV Gitarren Serien, äusserst gut. Die Unterschiede waren sehr gering, sie bestanden in den verschiedenen Pickuptypen, den Mechaniken und einigen anderen Kleinigkeiten.
Die genauen Spezifikationen und Details von allen Fender JV und Squier JV Serien, habe ich hier gelistet.Details der Fender JV und der Squier JV Serie Gitarren Made in Japan.
Eingige Fotos von einer ST57-115er Stratocaster aus der ersten Zeit.
