Fender und Squier Made in Japan



Palisander aus Indien Die erstmalige Bekanntschaft von Herrn Yokouchi mit einer amerikanischen E – Gitarre in einer Musikhandlung der Hauptstadt blieb nicht ohne Folgen. Im Oktober 1962 wurde die Produktion um diese Art von Instrumenten erweitert. Über Zwischenhändler gelangten Fujigen Produkte 1963 erstmals auf den US – Markt. Man wollte daraufhin versuchen, auch dort Fuss zu fassen. Als erstes machte Mimura eine Amerika Rundreise. Im darauffolgenden begab sich der Geschäftsführer mit acht Mustergitarren im Gebäck nach Los Angeles und New York. Dass dieser Aufenthalt dann sechs Monate dauerte, war nicht etwa mit der Kaufunwilligen amerikanischen Kundschaft zu erklären, sondern damit, dass Yokouchi erst einmal Englisch lernen musste. Seine Bemühungen in sprachlicher geschäftlicher Hinsicht waren dann auch vom Erfolg gekrönt: der Direktexport in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nahm seinen Anfang. Die Entwicklung in der Musikwelt, wie zum Beispiel die Popularität der Beatles, entfesselte weltweit einen E – Gitarrenboom. Mit einer Monatsproduktion von 3000 Stück rückte man in die Spitze der vier grössten Hersteller im Lande vor.

1965 wurden auch Schlagzeuge und in der im nächsten Jahr eröffneten Elektronikabteilung ein Fuzz gefertigt. Man platzte allmählich aus den Nähten. Konnte man früher die Fertigung der Korpusse der Firma Matsumoku überlassen, so musste das nun im eigenen Werk geschehen. Denn bei Matsumoku hatte man andere Pläne. Jene damals unbedeutende Zulieferfirmen hatte sich inzwischen mit ihrer Produkten Aria, Westone und einem Teil des Fernandes – Programms zu einem der grössten Hersteller Japans entwickelt.

Der Umzug auf das gegenwärtige Firmengelände 1966 schaffte Abhilfe. Die Gitarrenindustrie wurde 1968 im Land der aufgehenden Sonne von einer Krise erschüttert. Allein 80 Hersteller von E – Gitarren drängten auf den Markt. Die beiden grössten Firmen deren Produkte auch den Firmennamen trugen, erklärten den Bankrott. Das war das Ende der beiden japanischen E – Gitarrenmarken der sechziger Jahre, Teisco und Guyatone. Unter letzterem Namen sind heute nur noch Effektgeräte und Verstärker erhältlich.

1969 schrieb auch Fujigen rote Zahlen. Der Einstieg in den Bau von Westerngitarren brachte dann die Rettung. E – Gitarren hatten zu dem Zeitpunkt an Popularität verloren. Gegenüber vieler der Konkurrenten hatte Fujigen einen Vorsprung. Mit der Fertigung akustischer Instrumente hatte man bereits ausreichend Erfahrung. Yutaka Mimura schied auf eigenen Wunsch aus der Firma aus, und Yokouchi übernahm die Firmenleitung.

Fender Gitarren Tradition und Meinungen

Viele Gitarristen sind zu sehr von der Tradition der meist amerikanischen Unternehmen geprägt und auch zu einem gewissen Mass überzeugt, ohne die Sache zu hinterfragen. Selbst wenn es da zu oft nur um Sammlerwesen und Nostalgie, oder ganz hart formuliert, manchmal auch um Haarspalterei, Besserwisserei oder um das nicht Zugeben wollen geht, dass es noch andere Fender Top-Gitarren geben würde als die Amerikanischen. Man weiss dadurch auch nicht, was man verpasst ...

Die Gitarrenwelt ist heute mit Sicherheit nicht mehr so, wie sie einmal war, darum will ich mit den alten Fender MIJ Gitarren einen neuen Teil dazu beitragen, den alten Sound neu aufleben zu lassen, vielleicht sogar neu daran erinnern, was Innovation, Qualität und Preis-Leistung heissen kann im Gitarrenbau. So wie es Leo Fender wollte und praktizierte, genau so praktizierte es Fujigen mit Fender Japan in den 80er Jahren.

Einfach weil wir es dazumal verpasst haben, weil wir die Nase gerümpft haben als die japanischen Top Gitarren auf den Markt kamen, will ich ein Zeichen setzen für Fender Made in Japan. René

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